Mittlerweile ist es Dienstagabend und nur noch zwei Tage trennen uns vom Eröffnungsspiel England vs. Iroquois Nation, es spielt also der Gastgeber der Weltmeisterschaften gegen den "Erfinder" des Spiels. Die Schweizer Nationalmannschaft hat auch heute zwei Trainingseinheiten absolviert. Am Morgen wurden vor allem die Spielzüge der Offensive der neuen Zonen-Verteidigung der Defense gegenübergestellt. Am Nachmittag galt der Fokus einigen Wechselvarianten, sowie der individuellen Sicherheit am Stock. Mit jedem Training sind weitere Fortschritte erkennbar, sowohl im Spielerischen wie auch beim Mannschaftsgeist.

In der Zwischenzeit sind auch schon fast alle Mannschaften in Manchester angekommen. Aber gerade die Eingangs erwähnten Iroquois Nationals haben für viel Gesprächsstoff gesorgt. Seit den 70er Jahren reisen die nordamerikanischen Ureinwohner mit Pässen der Haudenosaunee ("das Volk der Langhäuser") Konföderation an alle grossen internationalen Turniere. Mittlerweile haben sich aber die gesetzlichen Bestimmungen so verändert, dass diese Pässe weder von den britischen noch von den US-amerikanischen Behörden akzeptiert werden, was die Ausreise der Nationalmannschaft bis heute verunmöglicht hat. Während also die Mannschaft in New York festsitzt und auf dem Gelände des Wagner College trainiert, fragen sich die Organisatoren der Weltmeisterschaften, ob das Eröffnungsspiel überhaupt wie geplant durchgeführt werden kann. Einer der Spieler sagt sogar aus lieber gar nicht zu spielen, als mit seinem amerikanischen Pass nach England zu reisen. CBS News hat dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben.
Diejenigen Lacrosse-Interessierten, welche die Spiele auf dem Stadium Pitch live betrachten wollen, können sich hier einen Pass lösen um die Videos per Stream oder später auch als Download zu beziehen. Leider werden vor allem die Spiele der Blauen Division übertragen, was heisst, das die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft nicht zu sehen sein werden. Im morgigen Eintrag soll unter anderem beleuchtet werden weshalb gerade Manchester eine naheliegende Wahl als Austragungsort war.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen