Das zweite Schweizer Spiel war später angesetzt als das erste. Face-off war um 12.oo, weshalb erst um 9.00 gefrühstückt wurde. Wieder bekundeten die Schweizer Spieler überhaupt keine Mühe sich für das Spiel heiss zu machen, und es klappte sogar dies in einen aggressiven Start umzumünzen. Das Schweizer Team geriet im Verlauf des Spiels nie in Rückstand, führte aber meistens nur mit zwei oder drei Toren, was im Lacrosse kein grosses Polster ist. Mit guter Laufarbeit und einer soliden Mannschaftsleistung sowohl in der Offensive, wie auch in der Defensive, gelang es den historisch wichtigen ersten Sieg an einer Weltmeisterschaft zu erringen. Zum Schluss stand auf der Anzeigetafel: Schweiz 10, Südkorea 6. Die Tore für die Schweiz schossen Rafael Buchli (1), Dominik Kaiser (1), Emanuel Moser (1), Luke Bame (1), Michael Hebing (2), Oliver Kannape (2) und Ian Schoch (2). Es war der Mannschaft eine Freude Michael Haller dieses Geschenk zu seinem Geburtstag zu machen.
Leider hatte auch an diesem Tag der Kameramann seinen Job nicht gemacht. Anstatt wie beim letzten Spiel nur eine DVD mit einem halben Spiel abzuliefern, hatte es der Kameramann dieses Mal versäumt überhaupt das Spiel aufzunehmen. Entsprechend gab es für die Spieler nach dem Mittagessen auch kein Filmstudium und sie konnten sich getrost anderen Tätigkeiten zuwenden.
Deren gibt es aber zum Glück genug an einer Weltmeisterschaft. Der wohl beliebteste Zeitvertriebt ist das Betrachten von Blue Division Spielen. Heute standen zum Beispiel England vs. Australien und USA vs. Kanada an. Besonders die zweite Paarung vermochte die Ränge des Stadions beinahe zu füllen, denn bis jetzt hatte noch fast jedes Finale an einer Lacrosse Weltmeisterschaft USA gegen Kanada geheissen. Das Spiel war spektakulär und bis zum Schluss eng. Am Ende konnten jedoch die Titelverteidiger aus Kanada das bessere Ende für sich behalten und gewannen mit 10:9. Rückblickend auf die letzte Weltmeisterschat war die Ausgangslage genau umgekehrt. Damals gelang es den USA das Gruppenspiel mit einem Tor unterschied zu gewinnen. Ob man daraus eine Vorhersage für das Finale ziehen kann ist fraglich. Was aber sicher zu sein scheint, ist, dass beide Mannschaften etwa ähnlich stark sind deshalb alles noch offen ist. Mal schauen welche Mannschaft die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel zieht.
Ach ja, und die Iroquois haben ihren Kampf trotz Unterstützung aus Hollywood und Washington aufgeben.




