Dienstag, 20. Juli 2010

Sieg gegen Hong Kong in der Zwischenrunde

Als Folge der gestrigen Niederlage traff die Schweiz heute auf Hong Kong, einem anderen Verlierer. Das Spiel war um 12.30 auf einem der Rasenfelder angesetzt, was es den Spielern erlaubte ein wenig auszuschlafen. Im Scouting-Bericht wurde vor allem vor den Spielern 20 und 10 gewarnt, denn vom ganzen Rest der Mannschaft ginge keine allzu grosse Gefahr aus.

Die Nationalhyme wurde vor dem Anpfiff mit Inbrunst gesungen, teilweise sogar einstimmig. Das übertrug sich den auch ins Spiel, denn heute waren die Schweizer Lacrosser von Anfang an bereit und traten geschlossen als Einheit auf. Schon nach fünf Minuten konnten sich drei verschiedene Schweizer in die Scorerliste eintragen lassen. Danach liessen die Schweizer etwas nach und kassierten Strafen und in der Folge auch Tore. Dieses kleine Zwischentief konnte aber mit weiteren drei Toren überwunden werden und zur Halbzeit betrug das Resultat 7:4 für die Schweiz.

Im dritten Quarter kamen kaum Schüsse auf das Schweizer Tor. Den Spielern aus der Schweiz gelangen hingegen einige Tore, sodass es am Ende des Quarters 11:4 stand. Im letzten Quarter haben sich die Spieler mit der Kreuz auf der Brust wieder ein wenig gehen lassen, was zu einem finalen Ergebnis von 11:7 führte. 5 der 7 Gegentreffer stammten vom Harvard Spieler mit der Nummer 20 und dem Sheffield Spieler mit der Nummer 10. Bei den Schweizer konnten die folgenden Spieler punkten: Tobias Burger (1), Dominik Kaiser (1), Rafael Buchli (2), Emanuel Moser (2), Ian Schoch (2) und Luke Bame (3).

Das Leben schreibt manchmal die aussergewöhnlichsten Geschichten und davon sind auch Lacrossespieler nicht gefeit. Ein Beispiel dafür ist der kanadische Torhüter Chris Sanderson, welcher vor bald zwei Jahren die Diagnose eines tödlichen Gehirntumors erhielt. Die Ärtzte gaben dem Athleten und zweifachen Vater noch 9-12 Monate. Glücklicherweise kann er sich zu den 1% der Menschen mit dieser Krankheit zählen, welche länger als ein Jahr überleben. Die Weltmeisterschaften gaben ihm Kraft und ein Ziel worauf er hin arbeiten konnte. Zur Zeit spielt er als erster Torhüter für Kanada und war ein starker Rückhalt im bisher engsten Spiel gegen die Amerikaner. Wir wünschen ihm weiterhin alles Gute.


Nicht so viel Glück hatte Nicholas Calleluori. Dieser Lacrossespieler spielte für die Hoftra Universität und wurde mit 20 Jahren mit der Diagnose Leukämie konfrontiert. Nach 14 Monaten Kampf, während denen alle möglichen Therapiemethoden genutzt wurden, verstarb Nicholas. Noch vor seinem Tod war er aber in der Lage die HEADstrong foundation zu gründen. Diese Stiftung sammelt Geld um die Leukämieforschung zu unterstützen, sowie auch Leidende zu begleiten. An den Weltmeisterschaften wurde allen Spieler ein paar Schuhbändel mit dem Namen der Stiftung ausgeteilt, damit alle während den Spielen ein Zeichen gegen den Krebs setzen konnten.

Morgen spielt die Schweizer Lacrosse Nationalmannschaft auf dem Stadium Pitch gegen Italien. Es wird sich zeigen, ob es den Schweizern gelingt die Attack (Spieler aus Hobart und Virginia) in den Griff zu bekommen und den starken Torhüter (Virginia) genügend häufig zu überwinden.

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